2.Tag Boston (mit Schwarzwälder Kirschkuchen, einer Kilt-Show und Simon and Garfunkel…)

Der Tag hat gut begonnen: Für uns beide gab es ein wunderbares Frühstück > Die Amis haben dazu gelernt und bieten mittlerweile Single Waffeln oder Pancakes an > für mich (Marika) gerade recht😀. Mit der U-Bahn ging es dann zügig in die Stadt. Bevor wir uns zu Fuß auf den Weg machten, war erstmal eine Stadtrundfahrt angesagt. Leider sind wir unserem Glauben auf den Leim gegangen. Wir gingen davon aus, dass wir, wie in bisher allen Städten, einen Kopfhörer bekommen und schön auf Deutsch die Stadtgeschichte hören. Pustekuchen, ein sehr humorvoller Busfahrer berichtete uns über sein Headset alles in seiner Heimatsprache, und da wir am Anfang die einzigen Touris in diesem Bus waren, hatten wir unseren Spaß 😒. Na ja, nichtsdestotrotz bekamen wir wenigstens ein bisschen was mit.

Nach der Fahrt ging es dann zu Fuß ins Beacon-Hill-Viertel mit schönen Gassen, und zu einem kleinen Bummel durch die Stadt. Architektonisch wirklich interessant, kleine Backsteinhäuser gestalten vor Hochhäuser die Stadt abwechslungsreich. Zum Mittagessen waren wir dann bei Paul: ein klein bisschen Frankreich in den USA.

Eine kleine Enttäuschung war Chinatown > klein (obwohl drittgrößte chinesische Gemeinde in den USA), eher schmuddelig und gar nicht so „Chinatown-mäßig“, wie wir es z.B. aus San Francisco kennen.

Dafür wiederum umso interessanter war der älteste Friedhof Bostons > hier liegen tatsächlich die Kinder der ersten Mayflower-Siedler. Hoffentlich kann man es auf den Fotos gut erkennen: der Totenkopf mit den Flügeln symbolisiert die Seele, die im Tod dem Körper entweicht. Und auf dem zweiten Part sieht man links eine Kerze (das Lebenslicht), welches der Tod versucht auszulöschen, und die Figur mit dem Bart symbolisiert die Zeit, die versucht, den Tod daran zu hindern.

Zum Abendessen ins „Legal Seafoods“, das zu Recht für seine Gerichte rund um Fisch und Meeresfrüchte mehrfach prämiert wurde.

Meine (Alexander) Highlights heute waren:

1.) unangefochtener Spitzenplatz für „Kilted Colin“ > ein junger Mann, der zuerst mit 3 Zuschauern eine Kilt-Modenschau präsentierte, und danach auf einem über 3 m hohem Einrad balancierte und dabei den Dudelsack blies und mit 2 Säbeln jonglierte!!

2.) eine typische Begebenheit, wie sie einem immer wieder mit den „Amis“ passieren: wir stehen in Chinatown und diskutieren über ein Reklameschild zu „Veganer Café“ und „Veganer Kuchen“, als wir von einer weißen Bostonerin angesprochen werden, wir sollten doch eine Straße weiter gehen, dort gäbe es den besten Schwarzwälder Kirschkuchen der Stadt!!

3.) am Rande des „Boston Common“, dem ältesten US-amerikanischen öffentlichen Park, steht ein Kleinbus, der mittellosen Menschen kostenlose medizinische Behandlung anbietet. Der Name der Einrichtung ist „Bridge over troubled water“ > ich bin mir sicher, Simon and Garfunkel wären erfreut darüber…

4.) schönste Reklame heute: wenn die Amis mit „Gimme a Break“ um eine Pause bitten , ist das normal. Aber wenn ein Handwerksbetrieb, der Fenster und Glasbruch repariert, um „Give us a break“ bittet, dann hat das schon was…

5.) und als Schmankerl zum Abschluss etwas, was wir bisher auch noch nicht gesehen hatten: im Boston-Common-Park steht ein  öffentlicher Sonnencreme-Spender.

So, das war’s für heute, oder wie Olaf Schubert immer sagt:“Macht was draus, wir können uns ja nicht um alles kümmern!“

Der Sonnencreme-Spender im Boston-Common-Park
Der Sonnencreme-Spender im Boston-Common-Park
Bostons next Top-Model
Bostons next Top-Model
Kilted Colin and bis Flying Circus.
Kilted Colin and bis Flying Circus.

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Das Old State House > hier wurden die ersten Reden zur Abschaffung der Sklaverei gehalten.
Das Old State House > hier wurden die ersten Reden zur Abschaffung der Sklaverei gehalten.
Straße im (reichen) Beacon-Hill-Viertel
Straße im (reichen) Beacon-Hill-Viertel
37.000 kleine US-Flaggen zum Gedenken an jeden Menschen aus Massachusetts, der in einem der Kriege gefallen ist.
37.000 kleine US-Flaggen zum Gedenken an jeden Menschen aus Massachusetts, der in einem der Kriege gefallen ist.
Park Street Church
Park Street Church

3 Gedanken zu „2.Tag Boston (mit Schwarzwälder Kirschkuchen, einer Kilt-Show und Simon and Garfunkel…)“

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