Sonntag, 19.6.16: L.A. („Oh Heimatland“, fotografierende Trompeter und Brad Pitts Wein…)

Wahrscheinlich wird dies der letzte Blogbeitrag unseres USA-Urlaubs sein > wir sind zwar morgen noch bis abends hier in L.A., aber Auto abgeben und dann an den Flieger wird Zeit kosten.

Ziel für heute war: Ball flach halten, wenig bewegen, viel entspannen. Und das haben wir auch geschafft. Bei 38 Grad im Schatten war das auch seeehr ratsam…

Aber natürlich ging der Tag nicht ohne Aktivitäten rum, weil: Heute war in den USA „Happy father’s-day“, und der wird hier deutlich feierlicher begangen als bei uns, im Grunde analog zum Muttertag. Deshalb durfte Alexander auch heute den ganzen Weg zum Einkaufen und zurück das Cabrio fahren😍.

Und das hieß: in den USA (und damit auch bei Brauns in L.A.) wird gegrillt, was die Kohle und das Gas hergibt. Jedenfalls habe ich noch nicht erlebt, dass die fast fleischlos essende Marika in EINEM Essen sowohl Hühnchen-, als auch Rind- UND Lammfleisch gegessen hat!! Das Grillgewürz, dass das Fleisch so unwiderstehlich macht, bringen wir mit. Den Schwenker (Rick) müssen wir bei seiner Familie lassen.

Danach gemeinsam am Pool gesessen und den Rosé-Wein von Brad Pitt probiert (wir hatten damit Christiane und Rick den Mund wässrig gemacht…). Wer ihn mal probieren will >“Miraval“, wird in der Provence „gebraut“, und ist ein komplett biologischer Wein. Ganz gut…

Und wir hatten heute einen anderen „kalifornischen Trockenen“. Wer jetzt wie ich den Fehler begeht und sofort an Wein denkt (wie auch anders, wenn man kurz vorher von Brad Pitts Rosé erzählt…😀😀), ist auf dem Holzweg: mit „kalifornischem Trockenen“ sind die Oldtimer gemeint, die in Kalifornien alt geworden und – weil die Luftfeuchtigkeit in Kalifornien so niedrig ist – frei von Rost geblieben sind. Es war ein Chevrolet Biscayne, knallrot, mit diesen genial geschwungenen und hinten nach oben gezogenen Flossen – ein Gedicht, selbst für jemanden wie mich, der nicht sooo viel an Autos hat.

Sieht der nicht umwerfend aus??
Sieht der nicht umwerfend aus??

Aber so, wie man auch für richtig gute Bordeaux- oder Burgunderweine bezahlt, legt man auch für dem „trockenen Kalifornier“ einiges hin…

Danach Vorbereitung auf das NBA-Finale (Basketball) mit nebenher Pizza vorbereiten, Cupcakes backen und Obstsalat schnibbeln > wer denkt, wir wären nur am Essen, denkt richtig …😀😀

Und dann endlich mal das Buch geschnappt, das bei Brownies im Eingangsbereich liegt: von Till Brönner, dem auch in Deutschland sehr bekannten Trompeter. Er ist mit Rick und Christiane befreundet ( in seiner Widmung in dem Buch steht:“an meine L.A.-Familie“…), und macht erstklassige (ich meine eigentlich: Weltklasse!!!) Porträts, alle in schwarz-weiß, von Musikerkolleginnen und -Kollegen, aber auch sonstigen Leuten aus dem Showbizz, auch viele Deutsche darunter > anschauen!!

Fehlt noch das heutige Highlight und ein kleines Fazit:

Das Highlight lieferte Emma, die 16-jährige Tochter von Christiane und Rick. Emma kann kein Wort Deutsch schreiben, spricht aber FLIESSEND Deutsch, und dabei vor allem reinsten Schutterwälder Dialekt > sie telefoniert täglich mit Oma und den Tanten in Schutterwald. Und ihr kennt ja alle, wie sich Jugendliche in diesem Alter aufregen oder rummaulen. Bei uns hört man dann häufig ein „Menno“, oder ein „Alter!!“ oder sowas in der Art. Wenn Emma, dieses 16-jährige amerikanische Girly, in solchen Momenten aber „Oh Heimatland“ stöhnt, könnte man sich wegschreien…😂

Und das Fazit?

Boston war sehr sehenswert, die Stadt ist einfach schön, und ihre Geschichte allein ist ein Besuch wert.

Seattle: ebenfalls eine sehr attraktive Stadt, in der man problemlos (und gerne) einige Tage verbringen kann. Hier hatte uns Zeit gefehlt, das grandiose Umland zu erkunden > „umzingelt“ von Nationalparks.

Portland: ganz okay, kommt vielleicht deshalb nicht ganz so gut weg, weil wir nur einen Tag dort hatten.

Die Küstenstrecke hinunter nach San Francisco sollte man unbedingt mal gemacht haben. Es war die richtige Entscheidung, hierfür Zeit einzuplanen, wir hätten noch einen Tag mehr einplanen sollen, um z.B. im Redwood Nationalpark einen Tag wandern zu gehen. Die Redwoods waren unglaublich schön, ebenso die Strecke von Mendocino nach San Francisco.

San Francisco: was sollen wir zu dieser Stadt noch sagen? Sie ist eine DER Lieblingsstädte von uns, selbst unser dritter Besuch in 5 Jahren hat nochmals neue Eindrücke und Erlebnisse gebracht. Und vielen Dank an Nathalie für ihre Tipps und den gemeinsam Samstag!!

Den Highway No 1 von SF nach L.A. sind wir nun auch zum zweiten Mal nach 2012 gefahren; das Besondere lag dieses Mal daran, dass wir die Strecke in einem Mustang Cabrio gefahren sind > geil!!

Und selbst das von uns beiden nicht so sehr geschätzte L.A. hat uns andere Seiten gezeigt. Eigentlich kommen wir immer nur wegen Christiane, Rick und den Kids hierher. Dieses Mal hatten wir ja die kleine Tour mit Christiane durch die Hollywood Hills gemacht. Und wie immer haben wir diese liebevolle, aufmerksame und unaufdringliche Gastfreundschaft der Brauns erleben dürfen, die mit einer Selbstverständlichkeit daher kam, obwohl es eben alles andere als selbstverständlich ist > vielen, vielen Dank!!

Und sonst: wir haben uns glücklicherweise – so hoffe ich doch – den Blick bewahrt für die kleinen Dinge drumrum, haben aktiv Augen und Ohren offen gehalten (und den Geist!!), weil wir beide glauben, dass man nur damit in der Lage ist, solch ein Land mit seinen tausenden Facetten zumindest ein ganz klein wenig zu sehen und zu entdecken, in seinen bewundernswerten Seiten, aber auch bzgl. seiner Armut > Homeless People.

Wir waren nicht das letzte Mail hier.

Und wir möchten euch danken, und das hat einen triftigen Grund: das Schreiben des Blogs hat eben dazu geführt, Augen und Ohren offen und den Geist wach zu halten, weil wir nicht nur die Touri-Attraktionen wiedergeben wollten (haben wir irgendwelche Fotos von der Golden Gate Bridge gezeigt? Soweit ich weiß nicht, also…😀). Und das hat bei uns beiden jeden Tag dazu geführt zu überlegen: wie war der Tag heute, was war schön, was ist uns aufgefallen, was war ein Highlight? Dazu habt ihr uns indirekt „getrieben“. Vielen Dank!! Und eure Kommentare haben uns ebenfalls sehr gefreut!!

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