Donnerstag, 16.6.16: San Francisco > Cayusco (über Zebras, 18 Einwohner und Inder mit Sprachfehler…)

Wie immer die Nacht unter freiem Himmel verbracht, mit dem Morgengrauen die Decken eingerollt, das Feuer angemacht, um uns einen Kaffee zu kochen, und dann den Mustang von der Weide geholt („Hierher, Brauner, äähh Schwarzer…“). Da Cowgirl Marika sich gestern schon den Hengst gefügig gemacht hatte, durfte sie als Erste in den Sattel. Bye bye Santa Fé oder Santa Franciscus, wie dieses Westernkaff auch immer hieß…

Wir hatten uns für 12.00 Uhr mit der Schneider-Bande, diesen Spätzles-Desperados, auf eine Schießerei (High Noon!!) im Saloon „Crow’s Nest“ in Santa Cruz verabredet. Wir ließen ihnen die Wahl: wir ballern sie nieder oder sie verlassen das Land! Sie haben gekniffen und sich für Letzteres entschieden… > Nathalie, Nils und Luis werden nächste Woche nach 3 Jahren USA zurück nach Deutschland gehen, Matthias ist schon zurück, kommt aber am Wochenende nochmals rüber. Derzeit sind jeden Tag Abschiedsfeten, und morgen ist letzter Schultag mit Zeugnisverleihung, und: der Tag heißt „Heulsusentag“ (wirklich!!), weil an diesem Tag alle verabschiedet werden, die zurück nach Deutschland gehen, egal ob Lehrer oder Schüler. Jedenfalls war es schön, dass wir uns nochmals getroffen haben!!

Dann durfte ich ENDLICH mal den Mustang fahren > geilo!! Verdeck runter (nein, den Arm nicht so doof-lässig auf die Lehne gelegt), und dann den Highway No 1 der Küste entlang nach Süden. Wir hatten gestern ja rumgemosert, dass trotz Wellen keine Surfer zu sehen waren. Heute gleich am Pacifica Beach und in der Half Moon Bay > Massen von Surfern.

Was soll man eigentlich noch sagen, wenn man bei herrlichem Wetter eine wunderschöne Küste in einem tollen Cabrio entlang fährt, und man riecht das Meer und den Wald… > es war einfach klasse.

Okay, genervt hat ein wenig, dass Marika nach 5 Minuten gefragt hat, ob ich müde sei und sie weiterfahren soll, nach 10 Minuten:“Du bist doch müde, sag es ruhig, ich kann weiterfahren…“ und nach 15 Minuten:“Du MUSST jetzt müde sein. ICH fahre – zu deiner Sicherheit – weiter…“.😊😊

Ab Big Sur war es deutlich weniger Verkehr, so dass es sich noch schöner dahin rollen ließ. Und bei San Simeon dann: Seelöwen!! Liegen da faul zu 20 oder 30 am Strand rum, heben ab und zu mal den Kopf. Hier heißen sie See-Elefanten (oder sind das zwei Paar Schuhe? Weiß das jemand??).

Aber ein paar Kilometer weiter gab es dann etwas richtig Skurriles zu sehen: Zebras!! Wirklich, nicht nur ein einzelnes Pseudo-Zebra, sondern eine ganze Herde gemeinsam mit Rindern auf einer Weide.

In den Staaten steht ja auf den Ortseingangsschildern unterhalb des Namens immer die Einwohnerzahl. Offensichtlich gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Klang oder der positiven Wirkung des Namens und der Fruchtbarkeit oder Anziehungskraft eines Ortes > der Ort „Harmony“ hatte ganze 18 Einwohner. Kommentar Marika: „Wahrscheinlich auch noch Inzucht!!“

Man fährt ja über 100 km mit nur sehr wenigen Möglichkeiten zur Übernachtung. Vor 4 Jahren hatten wir den Fehler gemacht, gleich nah dieser Motel-Durststrecke die erste Ansammlung anzusteuern. Dieses Mal sind weit einfach ein paar Meilen weiter, nach Cayusco. Ein Motel rausgesucht und rein ins Office. Was passiert wohl, wenn ein leidlich englisch sprechender Deutscher auf einen Inder trifft, die ja per se ein sehr eigenes Englisch sprechen, und dieser Inder auch noch einen ausgewachsenen Sprachfehler hat? Bei Monty Python wäre das ein erstklassiger Gag geworden. Aber: wo zwei Willen sind usw. …

Und als wäre der Tag nicht schon wunderschön genug gewesen, erwischen wir in diesem Städtchen ein kleines italienisches Restaurant, bei dem nicht nur das Essen sehr gut war, sondern auch etwas, was wir in den letzten Wochen oft vermisst hatten: zwischen Vor- und Hauptspeise ließ man sich Zeit, nach dem Espresso kam nicht sofort die Rechung, sondern man wartete, bis wir sie haben wollten. Und erst der Wein😊…..

Und ein Sahnehäubchen gab es dann noch obendrauf: eigentlich wollten wir gleich zurück ins Motel, Blog schreiben usw., aber wir sind am Strand entlang > herrliche Wellen…

It was a perfect day!! Und da euch Monsieur Klugscheißer nicht ohne Preisfrage lassen möchte: wer hat die Hauptrolle gespielt in „A perfect day“? Übrigens: Die Preisfrage von gestern haben Gisi und Bernd gewonnen > natürlich waren es die Beatles. Als Preis gibt es zwei Tickets zum nächsten Beatles-Konzert in der Original-Besetzung mit Lennon und Harrison😅😅

Fehlt nur noch das heutige Highlight. Das hätten wir eigentlich filmen müssen, nämlich: wir kriegt man 2 Koffer, 2 Taschen, 2 Tüten, 1 Rucksack und Krimskrams in den Kofferraum eines Sportwagens? Das war vielleicht eine Aktion!! Der Portier vom Hotel in San Francisco hatte sicherlich einen Heidenspaß gehabt… Marika: leider habe ich dazu kein Foto, denn wer sieht schon mal einen 2m Mann halb im Kofferrraum liegen😆😆😆

Madame hat sichtlich ihren Spaß...
Madame hat sichtlich ihren Spaß…
Bei Big Sur.
Bei Big Sur.
On the road, an einem der vielen Foto-Stopps.
On the road, an einem der vielen Foto-Stopps.
So sieht es WIRKLICH aus, kein Photoshop oder ähnliches...
So sieht es WIRKLICH aus, kein Photoshop oder ähnliches…
Zur Abwechslung mal eines in die "andere Richtung" > nach Norden zu.
Zur Abwechslung mal eines in die „andere Richtung“ > nach Norden zu.
Einen ham wa noch...
Einen ham wa noch…
Okay, noch einen...
Okay, noch einen…
Ich finde, sie sieht einfach toll aus!! > Die Dame ist vollkommen relaxt...
Ich finde, sie sieht einfach toll aus!! > Die Dame ist vollkommen relaxt…
Naja, einen noch, weil's so schön war...
Naja, einen noch, weil’s so schön war…
Und so sieht die Kpste ein paar Kilometer weiter aus...🙂🙂
Und so sieht die Küste ein paar Kilometer weiter aus…🙂🙂
Wer bis hier mit Küstenbildergucken durchgehalten hat > Chapeau!!
Wer bis hier mit Küstenbildergucken durchgehalten hat > Chapeau!!
Seelöwen, obwohl sie von der Position her auch Robben (Sogenannte "Arjen Robben") sein könnten...😅😅
Seelöwen, obwohl sie von der Position her auch Robben (Sogenannte „Arjen Robben“) sein könnten…😅😅
Es waren wirklich so viele...
Es waren wirklich so viele…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *