8. Tag, 2.6.16: Seattle (mit Van Gogh im Supermarkt…)

Wir hatten gestern den Blog mit einer Warnung begonnen („Wenn ihr jemals…“) und waren stinkig auf Spirit Airlines, und auch heute beginnt unser Blog mit „Wenn ihr jemals…“, aber dafür mit einem Riesen-Lob.

Also: wenn ihr jemals nach Seattle reist und braucht eine Unterkunft, dann UNBEDINGT zu Paul McDevitt in sein Häuschen. Es ist: sauber, gemütlich, geschmackvoll eingerichtet, mit sehr vielen wichtigen und interessanten Infos. Es war für ein Frühstück alles da > gekochte Eier, Kaffee, Obst, Orangensaft, und und und…; und das Schärfste war : als wir heute Nachmittag zurückkamen, war alles wieder aufgefüllt!! Es ist eine Wohnung, in der man nicht nur übernachtet, weil man sich eine Stadt anschauen will und ein Dach überm Kopf braucht, sondern eine, in der man sich gerne aufhält.

So, und jetzt zu Seattle > für was ist Seattle bekannt? Für

a) Boeing > wir müssen schauen, ob es uns reicht für einen Besuch der Boeing-Werke.

b) Microsoft (mir als Apple-Nutzer fällt es allein schon schwer, den Namen auch nur auszuschreiben…) > Bill Gates wohnt hier, wir wollen auf jeden Fall seine Foundation besuchen.

c) den ersten Starbucks-Coffeeshop > wenn jetzt jemand mit der Moralkeule kommt („Friends don’t let go friends to Starbucks“), der soll sich mal durch alle Cafés in den USA trinken und dann reden wir wieder darüber…; der Cappuccino bei Starbucks ist einfach der Beste.

d) und natürlich Jimi Hendrix (okay, für die Jüngeren auch noch Nirvana)

Und was haben wir heute davon gesehen? Noch gar nix davon (gut, Starbucks natürlich…😀) > wir sind erstmal nach Downtown, um uns einen Überblick zu verschaffen, und sind einfach rumgebummelt. Richtig schön war es am Pike Place Market. Wer französische Märkte liebt, ist hier genau richtig > ein Stand neben dem anderen mit entweder frischen Waren oder skurrilen / lustigen Sachen oder klasse Handwerksarbeit. Der Markt liegt direkt am Ufer, von daher war es kein Wunder, was es im Bereich Seafood alles gab > selten so frischen Fisch / Krabben /Muscheln usw. gesehen wie hier. Und am Eingang steht „Rachel the pig“ (Rachel das Schwein), ein lebensgroßes Schwein mit einem Schlitz zum Geld einwerfen > zur Unterstützung bedürftiger Menschen.

Nächster Punkt: Pioneer Square, der älteste Stadtteil und Keimzelle von Seattle. Ein wenig alternativ mit entsprechendem Charme, aber auch viele Obdachlose. Eine Büste von Häuptling Chief Sealth verweist auf den Namensgeber der Stadt. Dahinter steht eine große Eisen-Glas-Pergola von 1909 (ähnlich der Jugendstil-Metroeingänge in Paris), die damals den Eingang zur „edelsten unterirdischen Toilette der Vereinigten Staaten“ markierte 😀😀.

Und in direkter Nachbarschaft dazu ein kleiner privater Park > der „Waterfall Garden“ > mitten in der Stadt eine kleine Oase mit einem künstlichen Wasserfall.

Und die Highlights heute:

1.) etwas für meine beiden Schwestern Vera und Monika, und für Harry, er hat schließlich drei (!!) Schwestern > im Pike Place Market gab es einen Stand mit beschrifteten Steinen. Der mit dem schönsten Spruch war:“Ich lächle, weil ihr meine Schwestern seid. Ich lache, weil ihr nichts dagegen tun könnt…“ 😂😂

2.) Wer hätte gedacht, dass es im Supermarkt an der Kasse zu einem Gespräch über Van Gogh, Krawatten und Don McLean („American Pie“) kommt? Wir wollen einpacken, Marika zieht die Einkaufstasche heraus, die sie von ihrer Chefin geschenkt bekam, darauf ein Ausschnitt aus dem Bild „Sternennacht“ von Van Gogh. Die Kassiererin sieht das, erzählt uns, dass sie eine Krawatte mit dem Motiv hat (das Bild ist wunderschön, aber als Krawatte?? Der arme Mann…), und so kommt man von Kuchen backen auf Arschbacken > am Ende waren wir bei Don McLean, von dem „American Pie“ stammt, das viel schönere Lied ist aber „Vincent“ mit der Lobpreisung dieses Bildes. Ich hatte schon mal von der Liste der 100 Muss-Songs erzählt > „Vincent“ gehört auch dazu…

Also, wie gehabt: macht was draus…😀😀

Und jetzt auch mal ein Kommentar von mir (Marika): Ich wollte ja unbedingt in ein Museum > Seattle Metropolitan Police Museum. Dieses zeigt die berühmtesten Kriminalfälle der Stadt und in eine Zelle kann man sich auch sperren lassen> wäre natürlich für Alexander der Platz gewesen😉. Aber nein, erstens suchten wir wie verrückt nach diesem Museum und dann standen wir vor verschlossener Türe. Also, was lernen wir daraus? Museum und Marika: außer den Anfangsbuchstaben kommen wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Und trotzdem sagt mein Glückskeks heute: you are cheerful and well-liked💕.

Sieht doch richtig gemütlich aus, oder?
Sieht doch richtig gemütlich aus, oder?
Blick auf Columbia Center (schwarz) und Smith Tower (weiß).
Blick auf Columbia Center (schwarz) und Smith Tower (weiß).
An der "Waterfront" (heißt wirklich so...)
An der „Waterfront“ (heißt wirklich so…)
Häuptling Sealth.
Häuptling Sealth.
Im Waterfall Garden.
Im Waterfall Garden.
Wir sind erkennbar in Chinatown.
Wir sind erkennbar in Chinatown.
Alexander (rechts) und Rachel das Schwein (links).
Alexander (rechts) und Rachel das Schwein (links).
Hier gibt es nicht nur sehr viele kleine Brauereien, auch Bierstuben.
Hier gibt es nicht nur sehr viele kleine Brauereien, auch Bierstuben.
Vegetable Chips!!!! Überschrift: Dinge, die die Welt nicht braucht... (Marika HAT sie gekauft...).
Vegetable Chips!!!! Überschrift: Dinge, die die Welt nicht braucht… (Marika HAT sie gekauft…).
Puget Sound.
Puget Sound.
Im Pike Place Market > die Fischhändler werfen sich die riesigen Fische zu.
Im Pike Place Market > die Fischhändler werfen sich die riesigen Fische zu.
Auch ein Restaurantfenster zum hingucken...😀
Auch ein Restaurantfenster zum hingucken…😀
So kann man es auch umdrehen: der frühe Wurm kriegt den Vogel...
So kann man es auch umdrehen: der frühe Wurm kriegt den Vogel…