3. Tag: Sequoia N.P. > Wanderung zum Heather Lake (über Bergab-Jogger, Karaoke und „They drink a lot up here!“)

Diese Wanderung hatte ich mir bei „All Trails“ (geniale App für Wanderungen weltweit) und aus dem Buch „California Hiking – the complete guide to 1.000 of the best hikes in California“ rausgesucht, im Buch bekam sie 10 von 10 Punkten im „Quality Rating“, und diese 10 Points war die Wanderung auch wert > eine wunderschöne Tageswanderung, etwas mehr als 13 km, immer leicht bergan (von 2.100 m auf 2.800 m), aber nie zu steil, überwiegend durch Wald, aber trotzdem immer wieder Sonne.

Jetzt kommt die Abteilung „Wenn ihr mal in xy seid, dann müsst ihr …“ , ja diese Wanderung ist ein MUSS.

Beginn am Wolverton Parkplatz, und dann ab durch den Wald.

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Man kommt auf zwei Wegen zum Heather Lake: Watchtower Trail oder Jump Trail. Die Entscheidung wurde mir von Bob Dylan quasi vorgegeben > „All along the watchtower“. Und nein, der Song ist NICHT von Jimi Hendrix, der spielte nur die genialere Version davon…😁

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Und dann kommt man aus dem Wald heraus und steht an einer Klippe / einem Felsvorsprung, an dem es 500 m runter geht > der Watchtower.

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Blick vom Watchtower runter ins Valley.
Blick vom Watchtower runter ins Valley.
... und Richtung Talende.
… und Richtung Talende.

Der letzten zwei Kilometer vom Watchtower bis zum Heather Lake waren gut zu laufen, obwohl sie vielleicht nix für Leute mit Höhenangst sind > eigentlich breit genug, gut gesichert, aber „links“ geht es halt richtig runter…

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Und kurz darauf dann mein Tagesziel: der Heather Lake, ein kleiner See in einer kleinen Senke, idyllisch gelegen, wie die Bilder (hoffentlich) zeigen…

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Und wenn jetzt jemand fragt: „Und, wie war es mit Schwimmen?“, dem sei mit einem weiteren Verweis auf Rock-und Pop-Songs geantwortet, und zwar mit einer Anleihe bei Foreigner: „It’s as Cold as Ice!“.

Zurück dann den Hump Trail genommen > etwas steiler, und auch nicht so herrliche Ausblicke wie auf dem Watchtower Trail.

Ich hatte gestern geschrieben, dass nach einem Waldbrand die Sequoia-Bäume ihre Samenkapseln abwerfen, und so sieht eine der Kapseln aus:

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Und so, wenn sie aufplatzt:

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Fazit: eine Erste-Sahne-Wanderung!! Mit einem kleinen Wermutstropfen: ich habe schon wieder keinen Bären gesehen > Marikas Angst ist ja, dass ich von einem Bären zerfleischt werde, wie soll das nur gehen, wenn ich keinen sehe??

Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt (nicht dass ich zerfleischt werde, sondern dass ich einen Bären sehe!!) > kurz vorm Ortseingang von Three Rivers, wo ich wohne, steht mein Lieblings-Verkehrszeichen: ein Bär und der Hinweis: „Next 5 Miles“…😁😁.

Abends dann ins „Riverview“, einer Bar mit Restaurant (oder umgekehrt…) > für Fleischliebhaber gibt es alles, was das Herz begehrt. Und freitags ab 20.00 Uhr: Karaoke!! Der Typ, der das alles managte, hatte eine urtypische Ami-Stimme,  für einen Country-Song wie gemacht. Dann kam der erste „Kunde“ > zum davonlaufen…; und als ich dachte, okay, verzieh dich jetzt besser, kam als nächstes eine Frau mit einer Wahnsinns-Stimme. Und sie sang so, als würde sie sich die ganze Woche auf Freitag freuen…😁

Und eines der beiden heutigen Highlights / Tages-Gags war auch im „Riverview“: die Bedienungen hatten alle rote T-Shirts an, und auf dem Rücken stand der Slogan: „You need three livers to live in Three Rivers“ (so heißt der Ort hier…). Als ich fragte, ob das nur so ein Spruch sei wegen des Reims oder ob es einen Grund für den Slogan gäbe, sagte meine Bedienung staubtrocken: „They drink a lot up here!“

Die zweite witzige Story: als ich am Heather Lake ankam, waren dort vier junge Männer, drei waren am Fliegenfischen (bei einem hatte sich die Angel in einem Baum verfangen…😁), der vierte lungerte rum > sie hatten scheinbar alle Zeit der Welt. Als ich mich auf den Rückweg machte, bekam ich mit, dass Hektik ausbrach: irgendwie hatten sie wohl den Treffpunkt verbaselt, und sie fingen an, ihre Sachen zu suchen. Als ich auf dem Hump Trail bergab war, hörte und sah ich sie hinter mir den Berg runterlaufend kommen, und ich meine es auch so: JOGGEND !!! Meine Knie sind mir jedenfalls dankbar, dass ich keinen Treffpunkt einhalten musste…😁😁.

Morgen geht’s zum Kings Canyon inkl. Wechsel des Motels: ich  bin gespannt…

Und allen ein richtig schönes Wochenende!!

 

 

2 Gedanken zu „3. Tag: Sequoia N.P. > Wanderung zum Heather Lake (über Bergab-Jogger, Karaoke und „They drink a lot up here!“)“

  1. Hallo Alexander, wie immer schöne Erlebnisberichte und Fotos von den
    Wandertagen.
    Bitte unbedingt die Bären fotografieren

    Liebe Grüße von Gisi & Bernd

    1. Wenn ich nur endlich mal einen sehen würde!! Heute kam ich an den „Grizzlie Falls“ vorbei, überall steht „Bear active Zone“ > nix…
      Aber ich habe ja noch fast 3 Wochen vor mir…
      Euch liebe Grüße
      Alexander

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