Freitag, 17.6.16: Cayusco > L.A. (…Rod Stewarts Gitarre und: what the hell is Osgood-Schlatter?)

Das dürfte heute der kürzeste Beitrag werden, und auch fotomäßig wird es sehr einseitig > waves after waves, Wellen über Wellen…

Wir hatten ja nur noch das restliche Stück von Cayusco bis nach L.A. zu Christiane, Rick, Emma und Kyle, rund 300 km mit dem Mustang auf dem Highway No 1 nach Süden. Du rollst und rollst, im Radio irgendwelche US-Sender, und du fährst entlang der unaufhörlich anrollenden Wellen des Pazifik. Es war richtig guter Wellengang, sodass auch massenweise Surfer draußen waren > ist offensichtlich ein Geduldsspiel, im Wasser auf dem Brett zu liegen und auf die richtige Welle zu warten…

Kurzer Cappuccino-Zwischenstopp in Santa Barbara > soll angeblich die höchste Dichte an Milliardären haben (muss man – um politisch korrekt zu bleiben – jetzt „Milliardärinnen und Milliardäre“ schreiben oder gilt das bei denen nicht?? 😊😊).

Und weiter an der Küste entlang > einer genießt das tolle Fahrgefühl, der andere den Blick auf den Pazifik. Und vor jeder Straßenbaustelle ein witziger Hinweis: „Ihre Steuer-Dollars bei der Arbeit…“ > sollte man auch bei uns machen, man „sieht“ die Baustelle gleich mit anderen Augen.

Den Topanga-Canyon hoch und ab zu den Brauns. Christiane wie immer unglaublich gastfreundlich (hier MUSS man sich einfach wohlfühlen!!), Emma war am Tanzen und Kyle spielt derzeit wie die Hölle Basketball > er ist in die höhere Mannschaft in der High School gekommen. Mit der Folge:  Osgood-Schlatter > what the f… is Osgood-Schlatter??? Eben das, was alle Sportler mal kriegen, wenn sie einen Sport mit viel Beinarbeit betreiben > Patellasehnenreizung. Haben wir heute nicht als Preisfrage genommen, weil: hätte ja jeder gewusst…

Apropos Preisfrage: Heike hat gewonnen > der Hauptdarsteller in „A perfect day“ war Kevin Costner. Preis wird noch ausgelotet, hängt auch davon ab, ob wir heute Abend den kalifonischen Megamillion-Jackpot gewinnen > 310 Millionen Dollar. Wenn wir nicht gewinnen, gibt es eine Costner-DVD, wenn wir die 310 Millionen holen, gibt’s zwei…😆😆

Und jetzt genießen wir beide den wunderschönen Abend, sitzen am Pool, Marika liest, und wir haben einen französischen Rosé vor uns stehen. Die Brownies sind ins Kino > seit gestern läuft der Nachfolgefilm von „Findet Nemo“ > „Finding Dory“. Wo auch immer sie (Dory) ist: es ist uns gerade vollkommen egal, soll sie doch den Osgood-Schlatter kriegen (wobei: haben Fische eine Patellasehne??); ich weiß, dass unser Freund Hans-Georg („Schmief“) eine Paella-Sehne hat > er macht die weltbeste Paella, aber das ist jetzt ein ganz anderes Thema. Am Abschweifen merke ich, wie entspannt wir sind, und den Rest macht der Rosé…🍷🍷

Und in dieses entspannte „in den Sonnenuntergang reinfloaten“ kommt die whatsapp von Nathalie (mit der wir uns gestern noch in Santa Cruz getroffen hatten) mit der verzweifelten Frage:“Wo seid ihr?? Kommt zurück > hier ist seit heute Sch….-Wetter!!!“ Tja, wo wir nicht sind…

Und das Highlight des Tages kam zum Schluss: die Brownies kamen aus dem Kino, wir sitzen zusammen auf der Terrasse und trinken noch ein Glas Wein. Rick steht auf und kommt kurz darauf mit einer Gitarre zurück, stimmt diese und fängt an, leise vor sich hin zu spielen und zu singen, halt so, dass – wer sich unterhalten möchte – dies auch tun kann. Und zwischen zwei Liedern erzählt er mir die Geschichte dieser Gitarre: er war 1984 mit Rod Stewart auf Tournee, und diese Gitarre war die Lead-Gitarre bei den Akustiksongs von Rod Stewart. Beim Transport per Flieger in eine andere Stadt ist sie beim Verladen aus dem Flugzeug gefallen > langer Riss quer durch den Körper. Da sie aber eine besondere Gitarre war („brasilianisches Rosenholz, sehr guter Klang“), hat Rick sie an sich genommen und reparieren lassen. Das gefällt mir an ihm: sie hat eben nicht nur einen materiellen Wert, sondern eben auch ideell, und so eine gute Gitarre „gibt man nicht auf“.

"Das ist die perfekte Welle..."
„Das ist die perfekte Welle…“
Der hier stand lange drauf...
Der hier stand lange drauf…
Wellen anzuschauen hat einfach was...
Wellen anzuschauen hat einfach was…
Könnte man stundenlang machen, oder eben reinspringen...
Könnte man stundenlang machen, oder eben reinspringen…
Aber, wie man sieht: Wellen haben eine ungeheure Power.
Aber, wie man sieht: Wellen haben eine ungeheure Power.
Kurz vor Sonnenuntergang in den Santa Monica Bergen.
Kurz vor Sonnenuntergang in den Santa Monica Bergen.
...und sie geht immer noch unter...
…und sie geht immer noch unter…
Zwischendrin mal die Kamera umgeschwenkt auf ein anderes Objekt...
Zwischendrin mal die Kamera umgeschwenkt auf ein anderes Objekt…
Und wieder zurück in den kalifornischen Himmel.
Und wieder zurück in den kalifornischen Himmel.